Die Geschichte der Welt – Teil 1



Dies ist der erste Teil in einer Reihe exklusiver Vorabauszüge aus dem bald erscheinenden Buch des angesehenen Historikers Brian Bifford[CL1.1] aus Arrowmark, „Albion: Eine Biografie[CL2.1]“. Wir von der Historischen Gesellschaft „Freunde Albions“ dürfen diese Auszüge dank unserer Partnerschaft mit dem Buchladen „Das Fein Gedruckte“ schon jetzt präsentieren, was uns eine große Ehre ist. (Das Fein Gedruckte[CL3.1]: „Verlier dich in einem guten Buch ... und in unserem Laden.“)
Über die dunklen Ursprünge Albions
„Woher kommen wir?“
Über diese Frage sinnen die Bewohner:innen Albions schon seit Langem nach. Nun, zumindest manche von uns. Andere, von Natur aus weniger neugierige Köpfe scheinen sich nicht im Geringsten damit zu beschäftigen. Oder sie glauben einfach unbedarft an ein Volksmärchen, das ihr Großpapa ihnen einst aufgetischt hat. Das Märchen, wie ein liebestoller Riese Albion auf einem Berg gezeugt haben soll.
„Aber“, habe ich selbst damals meinen Großpapa gefragt, „wenn das wahr wäre ... wo kam denn dann der Riese her? Oder der Berg?“ Der Mann wusste keine Antwort.
Denn wisst ihr, liebe Leser:innen, ich schere mich wenig um Märchen und Sagen. Stattdessen habe ich, wie ich glaube, durch rigorose Forschung und penible Dokumentation[TW4.1] die wahren Tatsachen zu Albions Geschichte aufgespürt.
Wir alle kennen natürlich die Legenden. Es war einmal ein grünes Land von kompromissloser, sanfter Schönheit: Albion. Doch, so besagt die Legende, es wurde nach dieser Schönheit getrachtet. Und so fiel Albion unter die Herrschaft dreier Wesen: des Jacks der Schwerter, des Ritters der Schwerter und der Königin der Schwerter. Gemeinsam nannte man sie „den Hof“, und es heißt, sie stammten nicht aus Albion. Sie trugen Masken, um zu verbergen, dass sie keine menschlichen Gesichter hatten. Aber sie waren mächtig und grausam, und ihre Herrschaft war eine Zeit des Leids, der Qualen und des Elends.

Wie das Ganze endete? Auch diese Legende kennen wir alle. Schriften aus dem Alten Königreich deuten darauf hin, dass eine kleine Gruppe gewöhnlicher Menschen plötzlich große Macht über die Magie erlangte, die sie durch ihren „Willen“ kanalisieren konnten. Angeführt wurden diese willensmächtigen „Held:innen“ vom legendären Ersten ihrer Art, William Black, und seinen beiden weniger bekannten Akolythen, dier Heldx von Blood und der Heldin von Bower. In dieser Geschichte bezwang das legendäre Trio den Hof und läutete ein neues Zeitalter für die unterdrückten Völker Albions ein.

Und doch ... lassen sich auch andere Erklärungen für das Ende des Hofs finden. Einige Schriften behaupten beispielsweise, dass der listige, machtgierige Jack der Schwerter seine beiden Geschwister verraten und diese Intrige irgendwie zum Niedergang des Hofs geführt habe. Und einige Gelehrte aus dem Alten Königreich glauben sogar, dem Hof sei lediglich fad geworden und er habe Albion verlassen, um sich neue Ablenkungen zu suchen, neue Länder zu erobern und neuen, bisher unverletzten Pöbel zu foltern.
Wäre dem so, dann könnte der Hof jederzeit zurückkehren ...
Doch fürchtet euch nicht, sanftmütige Leser:innen! Denn durch eine gründliche Analyse dieser widersprüchlichen Berichte bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Legende des Hofs ein Volksmärchen ist, womöglich sogar Propaganda der Heldengilde. Der „Hof“ ist in meinen Augen lediglich die Geschichte einer Tyrannin und ihrer Gewaltherrschaft, die im Laufe der Jahrhunderte verdreht wurde, um reißerischer zu sein.
Es wäre doch einleuchtend, nicht wahr, dass die neu entstehende heroische Herrscherkaste des Alten Königreichs eine ausgeklügelte Geschichte in die Welt setzt, um ihre Herrschaft zu legitimieren. Noch heute wird die Legende des Hofs auf Wandgemälden innerhalb der Heldengilde selbst gefeiert.
Sagt man mir zumindest. Der Gildenmeister wollte mich nicht einlassen.
Nicht leugnen lässt sich auf jeden Fall, dass mit dem Sturz des „Hofs“ das Zeitalter der Held:innen begann.






























